Hier geht es zu der legendären Bürgermeister-Bauer-Seite

Empfehlen möchte ich den neu erstellten Beitrag „Das untere Elsavatal“ auf meiner Seite spessartbilder.eu mit ca. 60 hochwertigen Fotos.

Ein Herz für Kinder

will die Gemeinde zeigen. Auf Dammbach aktuell wirbt sie dafür, dass die Erstklässler am ersten Schultag mit ihren Eltern oder Großeltern ca. 150 km zu einem kleinen Freizeitpark fahren, weil sie (die Erstklässler) dort freien Eintritt haben. Vor einer solchen Empfehlung  hätte u. a. bedacht werden sollen:

  • Ist es wirklich sinnvoll, dass die Kleinen am Nachmittag nach ihrem ersten Schultag 4 Stunden im Auto sitzen?
  • Ist es vertretbar und wünschenswert, dass gleich am ersten Schultag klar wird, wessen Eltern Zeit und Geld für solche Aktionen haben und wer eben nicht zu den Auserwählten, sondern zu den Abgehängten gehört.
  • Haben die Verantwortlichen nachgefragt, wie das Corona-Konzept bei der Veranstaltung aussieht?  

Einen großen Vorteil hat das ganze natürlich: es entstehen der Gemeinde Dammbach keine Kosten und der Bürgermeisterin keine Arbeit.

Fazit: erst denken, dann reden bzw. schreiben!

… soll möglichst nichts kosten!

Ganz anders sieht es bei dem Thema Kindergarten aus. In der Gemeinderatssitzung vom 13. 6. 2019 klagt Bürgermeister Bauer lt Main-Echo: Über marode Wände dringe Feuchtigkeit ein, auch die Toilettenanlagen seien in „miserablem Zustand“. Geschehen ist da soweit ich weiß bis heute nichts.

Und dann hat der Gemeinderat für die Altenpflegeeinrichtung der Caritas ohne irgendwelche Bedingungen und Verwendungsnachweise 30.000 € locker gemacht. Fair wäre es gewesen, wenn der Gemeinderat beschlossen hätte, auch dem Kindergarten mit Hort und Krippe mindestens den gleichen Betrag zu gleichen Konditionen zur Verfügung zu stellen (mindestens, weil wesentlich mehr Kinder betreut werden als Alte).  Wie gesagt, die Einrichtungen hätten keinerlei Vorgaben bekommen. Sie können mit dem Geld machen, was sie wollen. Eine solche Großzügigkeit hätte sich im ganzen Kreis herumgesprochen. Wahrscheinlich gäbe es dann auch die derzeitigen gravierenden Personalprobleme nicht. Im Gegenteil: es hätten sich gute Leute beworben und nicht nur solche, die sonst nirgendwo einen Job finden.

Man stelle sich vor: Da wurde extra eine Baracke aufgebaut, um schnell zusätzliche Kapazitäten zu schaffen. Und dann fehlt das Personal, die Baracke steht leer und die Kinder müssen zu Hause bleiben.

Fazit: ein Herz für Kinder zu haben, kostet etwas.

Noch ein Nachgedanke: Bei uns in Deutschland gilt der Grundsatz „Eigentum verpflichtet“. Wenn Tönnies-Mitarbeiter in Wohnungen mit feuchten Wänden und miserablen Toilettenanlagen wohnen müssen, regen sich viele mit Recht über die gierigen Hausbesitzer auf. Es ist Aufgabe des Eigentümers, solche  Mängel abzustellen, auch in Dammbach, auch bzw. besonders in einem Kindergarten!                                                                     

Nochmals Ablagerungen in Dammbach

In ihrem jüngsten Newsletter berichtet die Bürgermeisterin, dass es wohl mehrere anonyme Briefe zu dem Thema gegeben hat. Nicht nur den einen, der in der letzten Gemeinderatssitzung vorgelesen wurde. Jetzt sollte sie folgenden Schluss ziehen: Da gibt es ein Thema, das viele Menschen stark beschäftigt. Ich muss mich darum kümmern und es zur Chefsache machen. Nicht mauschelnd in irgendwelchen Hinterzimmern, sondern öffentlich.
Ihre Reaktion aber ist: „Hierzu möchte ich sagen, dass in Zukunft anonymen Briefen nicht nachgegangen wird.“  Man hat den Eindruck, es geht genauso weiter wie unter ihrem Vorgänger: Friends and family werden geschützt und sie hat keine Lust, sich die Finger schmutzig zu machen. Rosinenpickerei nennt man so etwas: Angenehme Aufgaben werden gerne erledigt. Ist aber Ärger abzusehen, dann wird die Sache gar nicht erst angepackt.

Manches erfährt man anonym oder gar nicht

Vor der Wahl hatte ich hier auf dieser Seite ein Wahlforum eingerichtet. Außer mir haben alle Autoren anonym geschrieben. Ich habe mit mehreren Schreibern dazu Diskussionen geführt. Immer wurde mir gesagt: ich habe Angst, dass die Rache für mein offenes Wort irgendwann kommt, dass die Leute sich das Maul über mich zerreißen, dass ich ausgegrenzt werde und mich nirgendwo mehr blicken lassen kann, dass ich mich nur noch mit schusssicherer Weste alleine in den Wintersbacher Wald trauen kann. Diese Befürchtungen sind nicht frei erfunden, sondern beruhen wohl auf Erfahrung. Ich selbst habe ja auch die Rache von Bürgermeister Bauer für einige kritische Leserbriefe zu spüren bekommen. Wenn die Bürgermeisterin das volle Meinungsspektrum ihrer Bürger mitbekommen möchte, dann muss sie irgendeine Form von anonymer Kommunikation zulassen.

Das Vertrauen fehlt

In ihrem Newsletter schreibt Frau Amrhein, dass ja heikle Angelegenheiten in einem Vier-Augen-Gespräch mit ihr erörtert werden können. Das wird vorerst nicht funktionieren. Die Dammbacher haben über 18 Jahre hinweg die Erfahrung gemacht, dass sie sich weder auf die Richtigkeit von Aussagen des Bürgermeisters verlassen können noch darauf, dass mündlich gegebene Versprechungen eingehalten werden. Sie wird jahrelang daran arbeiten müssen, um das verloren gegangene Vertrauen in das Amt des Bürgermeisters wieder zurückzugewinnen. Bis das geschafft ist, muss sie den Bürgern entgegen kommen und z.B. auch anonyme Kontaktaufnahme akzeptieren. Außerdem soll die Bürgermeisterin doch froh sein, dass immer noch sie als zuständig angesehen wird. Oder ist es ihr lieber, wenn sich die Betroffenen direkt an die Staatsanwaltschaft Aschaffenburg wenden oder Leserbriefe im Main-Echo veröffentlichen und dadurch den Ruf Dammbachs als Schlangengrube in weitem Umkreis festigen?

Ihre Ankündigung kann sie nicht durchhalten

Stellen wir uns einige Beispiele für anonyme Schreiben vor:

  1. Nach der Gemeinderatssitzung stellt Frau Kunkel fest, dass in den letzten beiden Stunden ihr Auto mutwillig zerkratzt wurde. Die Bürgermeisterin erhält am nächsten Tag einen anonymen Brief, in dem die beiden Täter namentlich genannt werden. Wie angekündigt geht die Bürgermeisterin dem anonymen Brief nicht nach, sondern wirft ihn in den Papierkorb.
  2. Nach der darauffolgenden Gemeinderatssitzung stellt Frau Amrhein fest, dass in den letzten beiden Stunden ihr Auto mutwillig zerkratzt wurde. Sie erhält am nächsten Tag einen anonymen Brief, in dem die beiden Täter namentlich genannt werden. Sie macht eine Ausnahme und leitet den Brief an die Polizei weiter.
  3. In der neuen Hütte am Generationenspielplatz machen Unbekannte ein Feuer. Dabei geht die Hütte in Flammen auf. Nachdem die Polizei einige Wochen lang erfolglos ermittelt hat, erhält Frau Amrhein einen anonymen Hinweis auf die Täter: Wintersbacher Jugendliche, deren Eltern sie gut kennt. Was macht sie (den Schaden zahlt die Versicherung)?

Jeder vernünftige Mensch wird sagen: in allen drei Fällen müssen die anonymen Briefe bei der Polizei landen, genauso wie die Hinweise auf illegale Ablagerungen. Ein Ignorieren wäre eine Amtspflichtverletzung.

Und noch etwas: jeder, der einen anonymen Brief schreibt, hat ein aus seiner Sicht wichtiges Anliegen. Diese Anliegen müssen von den Politikern ernst genommen werden. Werden Sachverhalte konkret und nachvollziehbar beschrieben und evtl. sogar Namen von Tätern genannt, muss auch einem anonymen Brief nachgegangen werden. Ohne Ansehen der beschuldigten Person. So handhabt das auch die Staatsanwaltschaft. Und in bestimmten Fällen besteht sogar eine Anzeigepflicht und die Bürgermeisterin macht sich strafbar, wenn sie auf eine Anzeige verzichtet.

Ablagerungen in Dammbach: Ich schreibe nichts dazu!

"Was keiner wagt"Gedicht von Goethe

Zum Thema Ablagerungen in Dammbach werde ich trotz verschiedener Anregungen vorderhand nichts schreiben.Weder über die unmittelbar am Bach noch über die am Triebweg oder im Wintersbacher Privatwald. Diese Seite beschäftigt sich mit der Dammbacher Lokalpolitik, nicht mit den Sünden einzelner. Auch in Streitigkeiten unter Nachbarn mag ich mich nicht hineinziehen lassen.

Wer glaubt, dass gegen die Ablagerungen (oder gegen andere Missstände) etwas geschehen muss, der möge das Gedicht rechts lesen und dann entsprechend handeln. Es stammt wohl nicht von Goethe, sondern von dem katholischen Theologen und Priester Lothar Zenetti.

Also auf geht´s. Es ist keine Sünde, den Empfehlungen eines katholischen Priesters zu folgen!

Das Schild steht übrigens in Schippach unterhalb der Pius-Kirche. Über diese Kirche und ihre bemerkenswerte Geschichte finden Sie mehr unter https://spessartbilder.eu/elsavatal-2/#Die_PiusKirche_in_RueckSchippach

Lasst euch nicht vera…en!

Wohl als Reaktion auf den Artikel unten wurde bei Dammbach-aktuell eine Powerpoint-Präsentation über das große Expertentreffen zum Thema „Verkehrsentlastung in Dammbach“ eingestellt. Darin steht u.a.: „Laut Polizei in Dammbach kaum Geschwindigkeitsüberschreitungen“. Niemand hat offensichtlich der Polizei widersprochen. Das heißt, keiner der Dammbacher hat sich auf die Sitzung vorbereitet. Sonst hätte er sich einmal die sehr sorgfältig erhobenen und ausgewerteten Daten der Verkehrszählung 2015 angesehen. An einer Stelle, wo tempo 50 gilt, wurden Höchstgeschwindigkeiten von 135 kmh und Durchschnittsgeschwindigkeiten von 68 kmh gemessen:

Unter dem Link https://www.uwg-dammbach.de/verkehrsentwicklungda.html finden sich alle Auswertungen, stundengenau und für insgesamt 4 Messstellen.

Jetzt stellen sich natürlich einige Fragen:

Was sind solche Sitzungen wert, wenn die Teilnehmer nicht bereit sind, sich darauf auch vorzubereiten. Man geht da hin, wie man zum Stammtisch geht und entsprechend ist auch das Ergebnis.

Welche Rolle spielt hier die Polizei? Sie wurde eingeladen, um ein fachlich kompetentes Gutachten abzugeben, von dem ja einiges abhängt. Welche Methoden hat sie angewendet, um zu einem repräsentativen Ergebnis zu kommen? Meine Meinung: da haben 2 Streifenpolizisten vor dem Wintersbacher Eisgeschäft angehalten, haben sich je eine Maxitüte gekauft und die dann in ihrem Einsatzwagen geschleckt. Gleichzeitig haben sie den Verkehr beobachtet. Raser sind ihnen keine aufgefallen und damit war das Gutachten fertig.

Und: wenn es schon so viele nachgewiesene (!) Geschwindigkeitsüberschreitungen gibt: lohnt bzw. hilft dann vielleicht eine stationäre Radarfalle. Diese sind inzwischen auch in Bayern erlaubt. (siehe (https://www.main-echo.de/regional/kreis-main-spessart/rechtenbach-rechnet-blitzersaeule-durch;art3993,7071426)

Verkehrsbelastung Dammbach

Unter der Überschrift „Verkehrszählung in Dammbach auf 2021 verschoben“ berichtet das Main-Echo zum einen über die Selbstbeweihräucherung des seit Jahren erfolglosen Verkehrsteams. Und darüber, dass wegen Corona die geplante Verkehrszählung auf das Jahr 2021 verschoben werden muss.

Zuerst einmal ist die Begründung „Corona“ lächerlich. Wenn irgendwo jemand keine Lust hat, seine Arbeit zu machen, dann ruft er laut „Corona“, bekommt 75 % seines bisherigen Geldes und stellt im Gegenzug jede Arbeit ein. So geht das nicht! Und dass der Verkehr heute noch wegen Corona deutlich geringer ist als vorher, widerspricht jeder Erfahrung.

Besonders der LKW-Verkehr stört

Dann konkret zu Dammbach: In Dammbach stört vor allem der LKW-Lärm an Werktagen. Es würde also erst einmal reichen, diese LKW zu zählen. Das ist denkbar einfach. Dammbach hat nur einen Eingang und einen Ausgang. LKW-Verkehr mit Start und Ziel innerhalb von Dammbach ist zu vernachlässigen. Es genügt also, wenn sich jemand irgendwo in Dammbach an die Straße setzt und eine Strichliste führt. Mit der könnte man dann zu den zuständigen Behörden gehen und fragen, was konkret auf Grund dieser Zahlen möglich ist. So etwas geht innerhalb von 8 Tagen!

Ein einziger LKW kann schon reichen

Wenn es speziell um die Nachtruhe der Straßenanlieger geht, dann spielt die Anzahl der durchfahrenden LKW keine Rolle. Ein einziger LKW, der laut scheppernd nachts um 3 Uhr durch Dammbach brettert, reicht aus, um die Betroffenen für längere Zeit aus dem Schlaf zu reißen. Die Gesundheitsgefahren durch Lärm sind im Zusammenhang mit Fluglärm ausführlich erforscht worden und haben zu einem strengen Nachtflugverbot geführt. Diese Forschungen lassen sich auf Straßenlärm 1 : 1 übertragen. Man müsste also ermitteln, wie viele Menschen betroffen sind. Wieviele Menschen wohnen in Häusern, die nahe an der Straße stehen und müssen in Räumen schlafen, die zur Straße hin gelegen sind? Dann könnte man mit der Begründung Gesundheitsgefährdung nicht nur die Polizei und das Straßenbauamt, sondern auch das Gesundheitsamt und evtl. sogar das entsprechende Ministerium mit einbeziehen. In der Corona-Krise hatten die Epidemiologen das Sagen und alle anderen haben sich ihnen untergeordnet. Wenn Dammbacher Bürger unter Lärm leiden, dann ist das in erster Linie ein medizinisches Problem. Also müssten auch vorrangig Mediziner befasst werden. Polizei und Straßenbauamt machen dann das, was ihnen vorgegeben wird.

Warum waren bei der Besprechung keine kompetenten Mediziner dabei?

Wahrscheinlich lässt sich von Statistikern belegen: für die betroffenen Mitbürger ist die Gefahr größer, an einem lärmbedingten Herzinfakt zu sterben als an Corona. Konsequenterweise müsste dann gegen den verursachenden Straßenlärm mit vergleichbarem Aufwand vorgegangen werden wie gegen Corona. Dann wäre innerhalb von maximal 3 Wochen eine nächtliche Geschwindigkeitsbegrenzung für LKW auf 30 kmh eingerichtet.

Rechtenbach, das ein solch nächtliches Tempolimit seit längerem hat, überlegt jetzt übrigens die Anschaffung von stationären Blitzsäulen (https://www.main-echo.de/regional/kreis-main-spessart/rechtenbach-rechnet-blitzersaeule-durch;art3993,7071426)

Über Verkehrslärm hatte ich schon einmal geschrieben. Unter http://a-f-dammbach.de/verkehrslaerm-und-andere-probleme ist das nachzulesen.

Summt Dammbach?

Im Februar 2019 gab es in Bayern das Volksbegehren „Rettet die Bienen“. Der Erfolg war riesig. Haus- und Gartenbesitzer wurden aufgerufen, Blühflächen anzulegen und damit den Bienen und Schmetterlingen Nahrung anzubieten. In Dammbach hat die UWG als Wahlgeschenk an alle Haushalte ein Tütchen mit Blumensamen verschenkt. Was ist daraus geworden?

Bei den Blühflächen gibt es grundsätzlich 2 Arten:

Samen von einjährigen Blühpflanzen werden im Frühjahr auf ein lockeres, gras- und unkrautfreies Beet ausgesät. Je nach Mischung blüht es dann von Mitte Juni bis zum ersten Frost. Bei mir sieht das (28. 6. 2020) so aus:

Oder man strebt eine Blumenwiese mit Gräsern und vielen einheimischen Blühpflanzen an. Auch da gibt es entsprechende Samenmischungen. Auf das endgültige Ergebnis muss man jetzt gut ein Jahr lang warten, denn die meisten Wiesenblüher sind mehrjährig und blühen erst im 2. Jahr. Einige Einjährige wie Mohn oder Kornblume sind aber auch schon im ersten Jahr zu sehen (Foto ebenfalls vom 28. 6.).

Meine Meinung: Jeder m² zählt, den Privatleute anlegen. Aber einen zusätzlichen und wesentlich größeren Effekt würde man erreichen, wenn man die örtlichen Landwirte in die Pflicht nehmen würde. Man kann ja mal nachschauen, welcher Landwirt für Blühflächen, nachhaltiges Wirtschaften und die abwechslungsreiche Landschaftsgestaltung viel Geld erhalten hat. Und wenn man dann einen Betrag von fast 50.000 € findet, dann kann man nachfragen, wo die Gegenleistung für so viel Geld denn zu besichtigen ist. Schließlich ist es das Geld von uns allen. Am Oberschnorrhof findet man das alles, aber sonst? Sich bezahlen lassen und dann nicht liefern kommt ja hin und wieder vor. Bei betrügerischen e-bay-Händlern zum Beispiel. Die kennt man aber nicht persönlich und hat deswegen auch keine Hemmungen, Anzeige zu erstatten.
Bei den Landwirten vor Ort ist das anders. Die kennt man persönlich. Und da gibt es dann große Hemmungen, etwas zu unternehmen und mit dem eigenen Namen dafür geradezustehen. Hier wäre besonders die Bürgermeisterin gefragt. Sie ist angetreten mit dem Versprechen, Dammbach voranzubringen. Und mit dem Samentütchen als Wahlgeschenk hat sie gezeigt, was ihr für ihre Amtszeit wichtig ist. Hier könnte sie etwas erreichen, ohne dass es die Gemeinde Geld kostet oder den Bauhof Zeit. Rat und Unterstützung könnte sie sich z.B. beim Landwirtschaftsamt oder bei Vertretern von Naturschutz oder Imkerei holen.

Noch ein Fakt: Wildbienen und Schmetterlinge leben nicht von Pollen oder Nektar alleine. Sie brauchen auch ein Zuhause und eine Möglichkeit zu überwintern. Als Ei, als Larve oder als fertiges Insekt.

Nach wie vor aktuell ist der Beitrag „Dammbach summt“ auf dieser Webseite.

Die verdorrte Allianz Spessartkraft

Vor 5 Jahren, im Frühjahr 2015 wurde in Heimbuchenthal eine Eiche als Symbol für Kraft und Stärke der neugegründeten Allianz Spessartkraft gepflanzt. 10 höchst wichtige Persönlichkeiten haben gleichzeitig die Schaufeln geschwungen. Die Eiche steht immer noch und sie ist immer noch ein Symbol für die Allianz Spessartkraft.

Kahl und vertrocknet präsentiert sie sich inzwischen (Foto vom 27. 5. 2020). Und damit entspricht sie dem Bild, das sich einem Außenstehenden von der Allianz Spessartkraft bietet. Wenn man einen Eingeweihten fragt, was eine Allianzmanagerin denn den ganzen Tag über so machet, dann bekommt man folgende nicht ganz ernst gemeinte Antwort: Sie sitzt am Dachfenster, sonnt sich und kämmt ihr Haar. Wenn dann ein Prinz vorbeikommt und ihre Schönheit sieht, dann küsst er sie. Daraufhin wird sie schwanger….

Vor einem halben Jahr habe ich einen immer noch aktuellen Beitrag über Evaluation geschrieben. Zur Allianz Spessartkraft steht dort:

Seit Jahren werkelt eine Allianzmanagerin still vor sich hin. Was hat sie gebracht, was nicht auch die Verwaltung nebenbei hätte machen können? Mit fällt eigentlich nur das e-bike-Projekt „Wald erfahren“ ein (an dem sich Dammbach nicht beteiligt hat). Aber sonst? Welchen Nutzen hat beispielsweise das aufwändig erstellte Leerstandsregister? Ist es zu einer merklichen Zusammenarbeit der Bauhöfe der beteiligten  Gemeinden gekommen? Was außer Gemeinplätzen (20 Jahre alte Geräte brauchen mehr Energie als moderne) kommt bei der Energieberatung heraus? Wie sind die Planungen der Allianz für das nächste Jahr?

Diese Fragen sind nach wie vor aktuell.

Die Zeit nach Bürgermeister Bauer hat begonnen

Die UWG-Bürgermeisterin Waltraud Amrhein hat in Dammbach am 1. Mai die Nachfolge von Bürgermeister Bauer angetreten. Offiziell wird sie in der Gemeinderatssitzung am 5. 5. vereidigt. Bei deren Tagesordnung ist mir aufgefallen: Der Vorgänger hält keine Abschiedsrede und wird wohl auch nicht offiziell verabschiedet. Er macht sich still und leise vom Acker. So wie damals sein Freund und Lieblingsgemeinderat Adolf Englert. Ohne große Dankesreden (wofür auch?), ohne Übergabe einer Amtskette und ohne Ehrenbürgerwürde. Damit wollte ich eigentlich auch diese Seite einstellen. Warum ich das vorerst nicht mache, steht hier:

Geschichte wiederholt sich doch!

Auf der einen Seite unseres Grundstücks liegt der Pfad, wegen dem damals diese Seite gegründet wurde. Auf der anderen Seite liegt ein Wiesenstreifen. Knapp 6 m breit, ca. 150 m lang von der Straße bis zum Dammbach und noch darüber hinaus. Der Eigentümer wohnt nicht mehr in Dammbach. Seit Jahren fragen wir ihn hin und wieder, ob er das Grundstück nicht verkaufen will. Vor einigen Wochen waren wir praktisch handelseinig. Und dann kam plötzlich eine Absage ohne jede Begründung.

Wir konnten uns den plötzlichen Sinneswandel nicht erklären und fragten bei Bekannten aus Wintersbach nach. Die Antwort klingt abenteuerlich: Die UWG habe von dem Verkauf Wind bekommen und dann dem Verkäufer für die Gemeinde ein Angebot gemacht, lange bevor sie die Bürgermeisterin stellt. Das ganze stehe in Verbindung mit dem geplanten Radweg. Was genau die UWG mit dem Grundstück plant, wusste unser Bekannter auch nicht. Zwei Möglichkeiten fielen uns ein:

  • Auf dem Grundstück kann als Zugang zum Bach ein Weg geplant sein. Eigentlich eher unwahrscheinlich, denn die Gemeinde hat vor ca. 10 Jahren in weniger als 50 m Entfernung bereits ein solches Grundstück gekauft. Das hat außerdem den Vorteil, dass es bis zum Bach hin aufgeschüttet ist. Es verwandelt sich daher auch nach längeren Regenperioden nicht in einen Sumpf. Vielleicht weiß ja die UWG-Bürgermeisterin gar nichts von diesem Grundstück.
  • Die zweite Möglichkeit wäre infam: Die Gemeinde wollte von unserem Grundstück schon immer einen Teil für den geplanten Radweg (Siehe dazu „Wie Bürgermeister Bauer seine Beute wieder zurückgeben musste„). Sie hat ihn nicht bekommen. Also könnte eine kleine Erpressung geplant sein: Wir haben euer Nachbargrundstück gekauft. Ihr könnt es haben, wenn ihr von eurem Grundstück den hinteren Teil für einen Radwag abgebt. So ähnlich wie wenn früher ein Raubritter die Töchter seines Nachbarn entführt hat und anschließend einen Deal vorschlägt: Du bekommst deine Töchter wieder. Dafür überlässt du mir kampflos deine Burg.

Wie gesagt, die Information stammt aus dritter Hand. Wir haben deshalb an Frau Amrhein als zukünftige Bürgermeisterin geschrieben (Text siehe hier). Weil wir die Erfahrung gemacht haben, dass e-mails an Frau Amrhein häufig nicht bei ihr ankommen, ging die e-mail sicherheitshalber auch noch einmal an Ralf Schäfer. Wir bekamen auf keine eine Antwort. Wie war doch das Wahlkampfversprechen der UWG Dammbach? „Offen, ehrlich und transparent“!
Auch der andere Nachbar zu dem Grundstück – Gemeinderat Knehrler von der CSU/FWG – wusste nichts von den Vorgängen. Jetzt müssen wir abwarten, was in den nächsten Geheimsitzungen beschlossen wird.

Das Geld wird knapp in Dammbach

Im Wahlkampf war der Umfang der Corona-Krise noch nicht absehbar. Man glaubte, aus dem vollen schöpfen zu können und verteilte großzügig Gelder bzw machte Versprechungen. Unvergessen sind die 30.000 € für die bis heute nicht annähernd fertiggestellte Caritas-Station. Auch für das oben beschriebene Grundstücksgeschäft waren zum Schluss über 30.000 € im Gespräch. Und das, ohne dass man dem angestrebten Radweg ernsthaft näher kommt. Damit muss jetzt Schluss sein. Spätestens über die Kreisumlage dürften die Finanzen von Dammbach massiv betroffen sein. Dabei stehen doch wichtige und teure Projekte an wie z.B. der Kindergarten.

Vorschlag zum Kindergarten

Ganz in der Nähe des heutigen Dammbacher Kindergartens stehen ungenutzt Laden und Produktionsräume der Spessartwebstube. Könnte nicht die Gemeinde versuchen, diese Räume langfristig anzumieten und dann im Trockenbauverfahren für den Kindergarten auszubauen? In 5 oder 10 Jahren kann man dann immer noch darüber entscheiden, ob und in welcher Größenordnung man das Pfarrer-Marschal-Haus renoviert bzw. abreißt und neu baut. Dann weiß man auch, wie sich die Kinderzahlen in Dammbach entwickeln. Jahrelang zeigte der Trend ja unaufhaltsam nach unten. Dann kam die Flüchtlingswelle und in die Neubaugebiete zogen junge Familien. Die Anzahl der Kindergartenkinder stieg stark an und auch die schon verloren geglaubte Grundschule hatte wieder ausreichend viele Schüler. Ob das so bleibt?

Ein großer Vorteil dieser Lösung wäre, dass der Betrieb des Kindergartens ohne Unterbrechungen, Provisorien und Störungen durchlaufen kann.
Allerdings: ich weiß natürlich nicht, was die Eigentümer mit der Immobilie vorhaben. Vor einigen Jahren sollte sie einmal verkauft werden, das scheint aber nicht geklappt zu haben. Aber fragen kostet ja nichts.
Und vielleicht findet sich in der Nähe auch ein Grundstück, wo sich eine Waldgruppe einnisten kann.